Ein Atelier im Andreasstadel?
Die Bewerbungsphase läuft noch bis zum 31. Mai 2026
Stadel x Stadel
Dialog über die Donau
Zum 20‑jährigen Jubiläum des UNESCO‑Welterbes „Altstadt Regensburg mit Stadtamhof“ wird im Besucherzentrum Welterbe die vierteilige Ausstellungsreihe „Stadel x Stadel – Dialog über die Donau“ präsentiert.
Im Mittelpunkt stehen zwei historische Speicherbauten: der Salzstadel in der Altstadt und der Andreasstadel in Stadtamhof. Der Andreasstadel wurde 1597 als bayerischer Salzstadel errichtet. Ab 1616 entstand als Reaktion der Regensburger Salzstadel östlich der Steinernen Brücke. Beide Gebäude stehen für die historische Konkurrenz um den Salzhandel zwischen der Reichsstadt Regensburg und dem bayerischen Stadtamhof. Heute sind beide Bauwerke lebendige Kulturorte.
Im Jubiläumsjahr bespielen Künstlerinnen und Künstler des Künstlerhauses Andreasstadel das Untergeschoss des Besucherzentrums Welterbe. Die Ausstellungsreihe schafft einen künstlerischen Dialog über die Donau hinweg – zwischen zwei Orten, die einst durch Handel und Politik verbunden waren und heute gemeinsam das kulturelle Leben der Welterbestadt prägen. Der erste Teil der Ausstellungsreihe „Stadel x Stadel – Dialog über die Donau“ zeigt von 10. Mai bis 10. Juni 2026 Arbeiten von Marion Abate, Cristina Friedl und Florian Hauer.
Marion Abates Arbeiten untersuchen das UNESCO-Weltkulturerbe Regensburg im Spannungsfeld von Tradition und Gegenwart und verbinden keramischen mit polymerbasiertem 3D-Druck. Ikonische Motive wie der Dom („Domschatz“), das Bruckmandl und serielle Formen wie die Goldspiralen werden dabei transformiert, verschoben und als Prozesse von Wachstum, Wiederholung und Bedeutungswandel neu lesbar gemacht.
Die Arbeit “Erbe I“ von Cristina Friedl zeigt Erbe als etwas Bewegliches. Erinnerungen und Bilder hängen wie fragile Spuren im Raum und sind durch feine Linien miteinander verbunden. Das Vergangene wirkt in die Gegenwart hinein und bleibt in Bewegung. Zugleich hat die Arbeit etwas Traumhaftes: Fragmente lösen sich aus ihrem festen Zusammenhang und fügen sich neu. So erscheint Erbe auch als Möglichkeit zur Transformation.
Florian Hauer illustriert zur Zeit ein Bilderbuch zur Geschichte Regensburgs im Lauf der Jahrtausende. Er zeigt einen exklusiven ersten Einblick in dieses Buch, das 2026 in der edition buntehunde erscheinen wird.
Herzliche Einladung zur Vernissage
am 09.05.2026 um 18.00 Uhr
10. Mai bis 10. Juni 2026
Montag bis Sonntag
täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr
Der Eintritt ist frei!
Besucherzentrum Welterbe Regensburg
im historischen Salzstadel
Weiße-Lamm-Gasse 1
93047 Regensburg
Die aktuellen
Stadelkünstler:innen
ATELIER 02 KUNSTbeTRIEB
ATELIER 03 Paula Birnbaum
ATELIER 04 Florian Hauer
ATELIER 06 Annika van Schoor
ATELIER 07 Lena Schabus
ATELIER 10 Kathi Ringlstetter
ATELIER 11 Thomas Freiss
ATELIER 12 Marion Abate
ATELIER 13 Johanna Kaljanac
ATELIER 14 Cristina Friedl
ATELIER 15 Koloman
Wagner
ATELIER 16 InterCultureLab
ATELIER 17 Marie
Doerfler
ATELIER 18 Thomas Bieniek
ATELIER 19 KJF
Atelier Kunst inklusiv
Ein Haus für die Kunst!
Der Andreasstadel wurde um 1640 als kurbayerisches Salzlagerhaus und Umschlagplatz in Konkurrenz zum gegenüberliegenden reichsstädtischen Salzstadel erbaut. 2004 wurde das historisch wertvolle Gebäude durch die Oswald Zitzelsberger Kunst- und Kulturstiftung generalsaniert und als Künstlerhaus Andreasstadel etabliert.
Das Künstlerhaus Andreasstadel beherbergt heute Förder- und Langzeitateliers sowie die Fachakademie für Heilpädagogik und ist mit dem Restaurant Akademiesalon, dem Programmkino Wintergarten und dem Theater im Akademiesalon ein kultureller Kommunikationsort im Quartier Stadtamhof. Seit 2024 trägt die KJF den laufenden Unterhalt des Gebäudes, sodass insgesamt über 14 Förderkünstlerinnen und -künstler jeweils für zwei Jahre mietfrei im Haus arbeiten können.
Zweimal jährlich öffnen alle Künstlerinnen und Künstler
zu den Offenen Ateliers ihre Türen.
In der Stadelgalerie im ersten Stock finden für die Besucherinnen und Besucher wechselnde Einzel- und Gruppenausstellungen statt. Die Termine und jeweiligen Öffnungszeiten finden Sie auf der Webseite sowie auf Instagram und Facebook. Der Eintritt ist frei.
